AfD-Wetterau: Ein deutlicher Rechtsruck

Die AFD Wetterau hat einen der bekanntesten Vertreter der neuen Rechten in Hessen, den Betreiber der „Projektwerkstatt Karben“, aufgenommen[Update: Und inzwischen in den Vorstand gewählt!]! Die Frankfurter Neue Presse hat die Sitzung dokumentiert. Lest euch bitte selbst durch,was hier für Aussagen getroffen wurden – auch von führenden Wetterauer AFD-Vertretern.  [*Update 1: Menschen, die diesen FNP-Bericht gelesen haben, können selbstverständlich zu den gefallenen Aussagen der AFD-Mitglieder Stellung nehmen.] Mehrere Karbener haben ihre Kritik an diesen Positionen öffentlich gemacht – Siehe die folgenden Leserbriefe der Frankfruter Neuen Presse.

Unser Vorsitzender wurde dazu vom Wetterauer Landboten telefonisch interviewt. Zur Klarstellung: Die AFD Wetterau ist keine rechtsextreme Partei. Sie vertritt jedoch (siehe Statements aus der FNP, siehe die AFD Wetterau Facebook-Seite, siehe die AFD „Kritik“ an der Gender-Theorie,..) extrem rechte Positionen und hat nun bekannte Schnittstellen in die neue Rechte. Hier der Artikel der Wetterau Landboten mit dem Interview des Antifa-BI e.V. Vorsitzenden: AfD rückt nach rechts

AFD anscheinend uneinig im Umgang mit der sog. „Neuen Rechten

Die Bundes-AFD hat einem Bericht der Sächsischen Zeitung zu Folge die Aufnahme zweier bekannter Vertreter der sog. „Neuen Rechten“ verhindert. Die AFD Wetterau hat hingegen mit dem Chef der Karbener Projektwerkstatt Andreas Lichert eine Person aus genau diesem Kreis (z.B. Institut für Staatspolitik, Sezessionen etc.) aufgenommen! Hier der Bericht der Sächsichen Zeitung

[*Update 2: Die AFD Wetterau steht in ihrer Stellungsnahme  zu Herrn Lichert – siehe Links unten]

Artikel von uns zur Projektwerkstatt Karben:

Zentrum der „Neuen Rechten“ in Karben – Politische Angriffe von Rechtsaußen – Teil 1

Die „neue Rechte“ in Karben – Oder wie kann es sein, dass sich extrem rechte Gruppen mit einem “Hitler-Attentäter” identifizieren?

Ausstellung in Karben – Auch die “Projektwerkstatt” ist Thema

AFD Wetterau – Kein Einzelfall: Nach unserer Kritik an der AFDWetterau  gab es Berichte in mehreren Zeitungen (Wetterauer Landbote, Frankfurter Rundschau, Wetterauer Zeitung – hier folgen sicherlich noch mehr). Weiteres zur AFD ist bei Andreas Kemper zu finden

Update: AFD steht zu Lichert – Wetterauer Landbote

[ *Zum Update 1 + 2: Die AFD Wetterau sieht sich inzwischen zu einer Stellungnahme zu unserer PM gezwungen. Hier geht sie jedoch nicht auf unsere inhaltliche Kritik ein, bekennt sich jedoch zu Herrn Lichert. Beispiel 1: Wir haben an mehreren konkreten Punkten deutlich gemacht, wo wir extrem rechte Positionen erkennen( s.o.). In ihrem Statement geht sie jedoch nicht hierauf ein, sondern verweisst nur auf ihr Programm. Zusätzlich werden Begriffe vermengt: Wir haben extrem rechte Positionen kritisiert – die AFD antwortet mit dem „vorbehaltlose[n] Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ . Dass sich beides nicht widersprechen muss, beweisen die existenten rechtspopulistischen, extrem Rechten bzw. rechtsextremen Parteien – die alle nicht verboten sind.  Die weiteren Beispiele finden die Leser*innen sicher selbst. ]

Update 3: Wie die Fans der AFD-Wetterau Seite bzw. der Seite einer Wetterauer AFD-Politikerin auf unsere Kritik reagieren: Schon auf den öffentlichen Seiten der Partei und ihrer Politikerin werden wir als ANtifa-BI e.V. massiv angegangen – Zitate: „Blockwarte“, „Links-versiffte Seite, diese SA-Antifa Homepage“, wir werden als „Linke Herrschermenschen“ bezeichnet, als „Antifa-Stasi“, als „diese roten Kettenhunde in Form der Antifa“,.. . Lest selbst, was die Fans einer Partei die natürlich felsenfest auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht, schon öffentlich von sich geben.

Update 4: „In Hessen wird noch ein Vorstand gefeuert. NRW-Chef Pretzell könnte über eine Steueraffäre stürzen. Thüringens AfD ist die Bundespartei nicht rechts genug.“ Und in der Wetterau hält die AFD zu ihrem neuen Mitglied:

 

Dieser Artikel wird ergänzt.

Was ist denn das „Institut für Staatspolitik“? – 3 kleine Texte zum einlesen

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Netz gegen Nazis

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Berlin rechtsaußen

Endstation rechts

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