Friedberg: Nazi-Aktion vor Kaserne

In der ehem. Friedberger Kaserne werden bald etwa 1.700 Flüchtlinge wohnen. Dies wird von vielen Friedberger*innen ausdrücklich begrüsst, sind doch die Kasernen seit dem Abzug der US-Army seit mehreren Jahren unbewohnt.

Die Wetterau hat eine starke, demokratische und antifaschistische Zivilgesellschaft, es engagieren sich hunderte in der Flüchtlingshilfe und die im Kreistag sitzenden demokratischen Parteien lehnen jede Zusammenarbeit mit NPD und AfD ab.

Jedoch wird von diesen seit Monaten massiv gegen Flüchtlinge gehetzt. Vieles läuft hier über die sog. sozialen Netzwerke. Ein NPD-Kader betreibt z.B. eine Seite gegen eine Flüchtlingsunterkunft in Büdingen. Dass diese Kampagnen in der Wetterau, die eine Hochburg der extremen Rechten in Hessen ist, von vielen mitgetragen werden, haben die letzten Monate gezeigt.

An der Friedberger Kaserne sind nun Nazi-Aufkleber sowie ein Graffity aufgetaucht:

Diese sind an der Treppe zum ehem. Capri-Club sowie unterhalb am Kreisel zu finden.

Das rot gemalte „Keltenkreuz“ ist ein bekanntes Symbol der rechtsextremen Szene. Die Nazis haben dieses „heidnische Symbol“ übernommen. Bei den heutigen Neonazis hat dies eine 2-fache Bedeutung. Als Ziel,- bzw. Fadenkreuz und als Symbol der „White Power“ Bewegung. Hier steht es als Zeichen für eine vermeintliche Überlegenheit der „weißen Rasse“. Es ist als Symbol  einer verfassungswidrigen Organisation in der Öffentlichkeit strafbar.

Dazu wurden Aufkleber der millitanten Neonazisszene, des „Freien Netzes“ gefunden mit eindeutigen Inhalt gefunden. Hier wird u.a. der „nationale Sozialismus“, eine auch bei NPD-Demos beliebte Parole, gefordert.

Wir fordern alle Menschen auf sich dieser menschenverachtenden Hetze zu wiedersetzen und sich dagegen zu engagieren. Demokratie ist nicht nur eine Staatsform, sondern auch eine Lebenseinstellung, die vom Engagement aller lebt. Wenn viele mitmachen, können wir Neonazis und extrem rechten Gruppen den Raum für ihren Menschenhass nehmen.

Wer Infos hat oder mitmachen will: E-Mail an: kontakt@antifa-bi.de