Wetterau: Die extreme Rechte in Aktion – u.a. Karben und Büdingen

Bei der Europawahl treten verschiedene rechte bis neonazistische Parteien an. Im Wetteraukreis werben u.a. die Republikaner und die neonazistische NPD um Wähler.

Die NPD hat in den letzten Wochen massiv Flyer verteilt. Im Wetteraukreis hat die NPD, im Gegensatz zu den anderen Parteien (z.B. Grüne, FDP, SPD, CDU, Piraten), flächendeckend plakatiert. Angeblich haben sie über 300.000 Flyer für den Wahlkampf. Zusätzlich veranstaltete die NPD ein Rechtsrockkonzert mit einem in der Neonazi-Szene sehr beliebten Liedermacher im Landgasthof in Büdingen-Orleshausen. Hier sprach ein NPD-Kader aus Bayern vor den ca. 30 Anwesenden.

Die NPD wird von „Nationalen Sozialisten“ unterstützt

Die Partei „Die Rechte“ hat sich in Hessen wieder aufgelöst und ruft mit Gruppen wie den „Nationalen Sozialisten Main Kinzig“ und militanten Nazi-Kameradschaften in Hessen zur Wahl der NPD auf.

Seit dem 1. Weltkrieg, der sich 2014 zum 100. Mal jährt, sollte klar sein, wohin Nationalismus in Europa führt.  Die Antifa-BI e.V. geht davon aus, dass viele Menschen dem Beispiel der Friedberger Student*innen folgen und diese Parteien nicht als Alternative ansehen, sondern die Propaganda von NPD und Konsorten dort einordnen, wo sie hingehört: Auf den Müllhaufen der Geschichte. Ein Friedberger Student sagte hierzu „Das ist, wie wenn du einem Vegetarier Mettwurst anbietest: Neonazis kommen bei uns nicht an“.

Ideologisches Rüstzeug für die Szene in Karben

Auch in der „Projektwerkstatt“ in Karben (Hintergrund Teil 1) finden wieder Veranstaltungen der rechten Szene statt. Hier wurde vor 15 Zuhörern versucht, die europäische Geschichte umzudeuten. Wer von „Siegerjustiz“ spricht und die deutsche Geschichte als „Propagandalüge“ bezeichnet, der versucht nichts anderes, als ideologisches Material für die extreme Rechte zu liefern. Der Referent hat auch ein Buch über einen „Rassentheoretiker“ geschrieben, dass u.a. von Neonazi-Läden vertrieben wurde. Dass der Betreiber dieses Ladens regelmäßig bei Neonazis sehr beliebte Begriffe verwendet und sich einem Artikel der Frankfurter Rundschau nach sogar mit Gegendemonstrant*innen in Frankfurt geprügelt hat, vervollständigt das Bild ab und  zeigt, wie er zu Demokratie und Meinungsfreiheit steht.

Andreas Balser, 1. Vors. der Antifa-BI e.V., bittet alle Demokrat*innen um Mithilfe. Wer gegen die extreme Rechte aktiv werden möchte, kann sich gerne per Mail an kontakt@antifa-bi.de wenden. Weitere Infos auch unter www.antifa-bi.de