// Videothek

Wetzlar 24.03 – Rechtsrock, braune Vernetzung und Widerstand

Wetzlar: 2500 Antifaschist*innen haben heute demonstriert und den Nazis keinen Raum gelassen

Das geplante Rechtsrock-Konzert in der Stadthalle hat aufgrund des konsequenten Verhaltens der Stadt Wetzlar nicht stattgefunden. Wir sagen: Respekt für diese klare Haltung.

In Wetzlar wurden etwa 100 Rechtsrock-Fans gesichtet – deutlich weniger als erwartet. Hiervon waren viele in polizeilichen Kontrollen – sehr gut also, dass die Polizei Mittelhessen die Menschen in Wetzlar heute so gut vor den Neonazis beschützt hat.

Die restlichen Neonazis haben dann in Leun-Stockhausen in dem total heruntergekommenen und kleinen Bistro Hollywood gefeiert – Eine von drei Locations in Hessen, die die NPD noch nutzen kann. Das werden sicher total imposante Musikvideo-Aufnahmen 😉

Die Antifaschist*innen ...

Weiterlesen ...

JA-Kongress Büdingen – Eine Auswertung der Antifaschistischen Bildungsinitiative e.V.

„Sie hätten bis in die tiefe Nacht laut gesungen und jedes Lied mit drei ‚Heil‘-Rufen beendet. ‚Ich habe gedacht, dass die AfD ein bisschen gemäßigter ist, als die Rechtsextremen‘, gibt die Vermieterin ihren Eindruck wieder. ‚Die sind genau so.‘“ Kreisanzeiger

Am Wochenende des 17. Und 18.2. fand in Büdingen der Bundeskongress der Jungen Alternative (JA), der Jugendorganisation der AfD, statt. Die von einem breiten lokalen und regionalen Bündnis getragenen Gegenproteste sahen sich wiederholt einem angetrunken Mob gegenüber, welcher, mit Bierflaschen in der einen, Deutschlandfahnen in der anderen Hand, versuchte die Strategie des neuen Bundesvorsitzenden Lohr praktisch werden zu lassen und die anwesenden Demokrat*innen zu provozieren. Bei einem „Spontandemonstration“ getauften Freilufttrinken der JA vor der Halle entlud sich der Hass gegen die Antifaschist*innen. Die völlig unterbesetze und offenbar ebenfalls vom pöbelnd auftretenden JA-Publikum überraschte Polizei hatte sichtlich Mühe die zahlenmäßig weit unterlegenen Protestierenden vor den immer aggressiver werdenden JA’lern zu schützen. Diese Überraschung lässt sich auf das Auftreten zurückführen, welches wiederum die längst vorhanden Überschneidungen zwischen klassischen extrem Rechten, Pegida/Hogesa, Identitären und Neuer Rechte augenscheinlich werden lässt. Diese wurden bisher von AfD/JA-Seite immer wieder verharmlosend zu „bedauerlichen Einzelfällen“ kleingeredet oder gleich geleugnet (exemplarisch hier; sowie hier).  Während also die Mutterpartei derzeit versucht sich für diese Gruppen zu öffnen um auch offiziell Teil jener extrem rechten Bewegung zu sein, welche seit einigen Jahren das Land heimsucht (vgl. etwa hier), scheint die Verschmelzung in der Nachwuchsorganisation längst vollzogen, wie des Auftretens der JA-ler in Büdingen und besonders während der „Spontandemonstration“ zeigt. Die FR versucht diese Verschmelzung in einem Artikel personell zu belegen.

Auftreten

Nicht nur das aggressive Auftreten während der „Spontandemonstration“ sollte aufmerksam machen und viel verraten, ebenso das Auftreten an anderen Stellen des Kongresses, das in scharfem Kontrast steht zum vermeintlich seriösen Auftreten der AfD und ihres Nachwuchses. Sei es, dass die JA‘ler offenbar binnen kürzester Zeit die Biervorräte der Willi-Zinnkann-Halle geleert hatten und deshalb den Ablauf zum Nachschub holen unterbrechen mussten oder sei es, dass zwei JA Delegierte entweder den Weg in die Halle nicht fanden, oder die direkte Konfrontation suchten, am Ende jedenfalls Platzverweise ausgesprochen bekamen, weil sie sich in den Gegenprotesten aufhielten und von Fotographien von den Teilnehmenden anfertigten. Das Vice-Magazin konnte außerdem einen Bericht über das interne Auftreten der JA veröffentlichen, der zeigt, dass die Delegierten sich auch innerhalb der Halle vieles, aber nicht seriös verhielten. Ja sich gar beim gemeinsamen Parolenrufen draußen noch zurückgehalten hatten: „Einzelne aus der Mett-Bier-Stehtischgruppe goutieren das immer wieder mit dem Ruf „Deutschland erwache!“. Die Parole stammt aus dem Sturmlied der nationalsozialistischen SA. Dessen Text ist in Deutschland verboten. Im Saal reagiert niemand darauf.[…] Ein Reporter filmt, wie zwei Versammlungsteilnehmer [der JA-Versammlung] mit Brötchen und Cola vom Supermarkt zurückkommen, einer der beiden hebt den rechten Arm wie zum Hitlergruß der Kamera entgegen.“

Von einem besonders bedenklichen Vorfall berichtete außerdem die FR: Zunächst sei ein Frankfurter Fotograph solcherart von JA’lern bedrängt worden, dass er sich nur unter Polizeischutz zu seinem Auto in Sicherheit bringen konnte. Als wäre dies nicht Beleg genug für das fragwürdige Pressefreiheitsverständnis der JA, tauchte nur wenig später auf Twitter eine Drohung gegen den Fotographen auf, verbunden mit einem Link zur NPD Hessen.

Zu guter letzt berichtete der Kreisanzeiger von einem Vorfall der an dieser Stelle komplett zitiert werden kann:

„Den seriösen Anschein, den sich die Teilnehmer des Bundeskongresses zu geben versuchten, wahrten größere Gruppen offenbar auch nicht in den Ferienwohnungen, in denen sie zum Teil übernachteten. Eine Vermieterin berichtete am Rande der Demonstration, dass zu dem guten Dutzend Gäste, denen sie, ohne zu wissen, dass diese Teilnehmer des Bundeskongresses seien, Zimmer vermietet hatte, im Laufe des Freitagabends immer mehr Besucher gekommen seien. Diese seien teilweise sogar über das Gartentor geklettert, um das Grundstück zu betreten. Schließlich seien ungefähr 50 bis 60 Gäste in den Zimmern gewesen. Sie hätten bis in die tiefe Nacht laut gesungen und jedes Lied mit drei ‚Heil‘-Rufen beendet. ‚Ich habe gedacht, dass die AfD ein bisschen gemäßigter ist, als die Rechtsextremen‘, gibt die Vermieterin ihren Eindruck wieder. ‚Die sind genau so.‘“ Diesen Eindruck wird bestärkt durch eine nähere Bestrachtung der gerufenen Parolen.

Parolen, eine Auswahl (Die Parolen lassen sich auf verschiedenen Videos nachvollziehen, etwa auf jenen der Hessencam, sowie einigen aus dem JA-Umfeld)

– Ihr könnt nach Hause gehe...

Weiterlesen ...

Wetterauer Sozialbündnis – Podiumsdiskussion mit den Landratskandidat*innen

Bei einer vollbesetzen Podiumsdiskussion des Wetterauer Bündnisses für Soziale Gerechtigkeit am 20. Februar wurden die Kandidat*innen   bei der Landratswahl am 4. März zu ihren Vorstellungen zur Sozialpolitik befragt. Die Diskussion wurde von Dr. Felix Blaser von der Diakonie Hessen moderiert. Es diskutierten: der Erste Kreisbeigeordnete Jan Weckler (CDU) aus Ober-Mörlen, die Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch (SPD) aus Butzbach, der Diplom-Agraringenieur Thomas Zebunke (DIE GRÜNEN) aus Friedberg, Rechtsanwalt Daniel Libertus aus Butzbach (FDP).

Kreis-Anzeiger: Landratswahl: Vier Kandidaten schildern in Nieder-Florstadt ihre sozialen Visionen

Frankfurter-Rundschau: Kostenloses Mittagessen

Hier unsere Foto-Galerie:

Weiterlesen ...

Büdingen: Kundgebung für Demokratie vs. Bundeskongress der „Jungen Alternativen“

In Büdingen waren diesen Samstag 150 Menschen auf der Kundgebung „Für Demokratie und Vielfalt“. Diese wurden vom Büdinger Bündnis für Demokratie angemeldet und von einem breiten Bündnis unterstützt. (Aufruf, Liste der Unterstützer*innen etc. hier) 

Neben unterschiedlichsten Redebeiträgen und Musik gab es einen Infostand sowie eine Ausstellung. Der Kreis-Anzeiger hat über die Kundgebung in dem Artikel „Breiter Protest gegen Bundeskongress der AfD-Jugend in Büdingen“ berichtet. Die Jugend der AfD hatte sich mit etwa 350 Personen zu ihrem Bundeskongress in der Büdinger Stadthalle versammelt.

Der Auftritt der „Jungen Alternativen“ hingegen hat viele Menschen geschockt: Die mit Bierflaschen aus der Halle kommenden „Jungen Alternativen“ wirkten eher wie ein burschenschaftlich und mä...

Weiterlesen ...

Büdingen 17.02 um 14 Uhr – Kundgebung für Demokratie und Vielfalt – Gegen Rassismus

An diesem Wochenende findet der Bundeskongress der „Jungen Alternativen“ (JA) in Büdingen statt. Auffällig ist, dass diese Veranstaltung seitens der „Jungen Alternativen“ öffentlicht nicht beworben wird. Dies ist für die Jugendorganisation einer Partei, die inzwischen bundesweit hunderte Abgeordnete in Bundes,- sowie Landtagen stellt, auffällig.

Im Göttinger Tageblatt wurde ein Artikel zu den aktuellen Konflikten innerhalb der „Jungen Alternativen“ veröffentlicht:„Identitäre Bewegung“ und „Freundeskreis Thüringen/Südniedersachsen“ Grund für Steinkes Ausbruch gegen den Bundesvorstand sind JA-interne Querelen rund um Steinkes Ausschlussverfahren aus der JA.“

Anscheinend droht der schon extrem Rechten „Jungen Alternativen“ ein Putsch von ganz rechts:  „Lars Steinke ruft...

Weiterlesen ...

Kelkheim 08.02.2018 – Deutlicher Protest gegen die extreme Rechte

Am 08.02.2018 fand in Kelkheim eine Kundgebung des Bündnisses  “Main-Taunus – Deine Stimme gegen Rechts” statt.

Die Antifaschistische Bildungsinitiative e.V. Main-Taunus gehört zu den Mitbegründern dieses inzwischen auf über 30 Organisationen angewachsenes zivilgesellschaftliches Bündnis für Demokratie und Vielfalt. Vereine und Wohlfahrtsverbände gehören ebenso dazu wie unabhängige Initiativen, Jugendorganisationen, Parteien, Schülervertretungen, Gewerkschaften und Religionsgemeinschaften.

.

.

Anlass für die Kundgebung war der Neujahrsempfang der AfD. Hier wurden drei Bundestagsabgeordnete der AfD als Redner angekündigt. Wir schätzen, dass etwa 50 Menschen am AfD-Neujahrsempfang teilgenommen haben.

Bei der Kundgebung von “Main-Taunus – Deine Stimme gegen Re...

Weiterlesen ...

„Slam Poetry“ zum Gedenken an die Befreiung des KZ Auschwitz

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Die 73. Jährung dieses Tages nehmen die OrganisatorInnen zum Anlass, gemeinsam mit Jugendlichen der Opfer des Holocausts zu Gedenken. Die Veranstaltung soll jungen Erwachsenen die Möglichkeit geben, sich mit historischen Ereignissen und deren Bedeutung für Gegenwart und Zukunft zu beschäftigen.

Junge Menschen werden selbstgeschriebene Texte vortragen. Sie versuchen, sich durch das Medium Sprache mit ihrer Verantwortung für die Zukunft auseinander zu setzen. Die Veranstaltung bezieht sich insbesondere auf den Ansatz des ehemaligen Bundespräsidenten Herzog, der die Wichtigkeit betonte, eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirke...

Weiterlesen ...

Gute Vorsätze fürs neue Jahr? Unterstützt eure Antifa-BI e.V.!

Wir haben auch 2018 wieder viel vor und freuen uns über eure Unterstützung.
2017 haben wir nach langer Pause wieder 2 Konzerte organisiert. Wir haben viele Vorträge gehalten, zusammen demonstriert, einen Jungwähler*innen-Abend organisiert, Treffen abgehalten, Filme gezeigt sowie geschaut und viel recherchiert. Zusammen etwa 100 Veranstaltungen die wir zusammen mit anderen durchgeführt haben. Dazu haben wir unsere Bibliothek deutlich auf über eintausend Werke ausbauen können. Ein riesen Danke an alle, die uns dabei unterstützt haben. Hier ein kleiner Rückblick 2017.

Weiterlesen ...

Verbindungen der extremen Rechten von Bad Nauheim bis nach Halle

(Der Artikel ist mit direkten Links zu den zitierten Quellen versehen)

Bad Nauheim im Wetteraukreis ist eigentlich ein ruhiger und beschaulicher Kurort. Seit einiger Zeit jedoch beherbergt die Stadt eine Stiftung sowie eine Firma mit deutlichen Verbindungen zu einem Wohnprojekt der extrem rechten Szene in Halle. Beide werden von einem in Bad Nauheim wohnenden Multi-Funktionär der AfD betrieben.

Die AfD in Hessen ist in letzter Zeit medial eher mit ihren organisatorischen Problemen aufgefallen. Die Frankfurter Rundschau titelte zum Landesparteitag treffend: „Pleiten, Pech, Pannen: Die AfD-Hessen bleibt sich treu sowie Aussagen frustrierter Kader: Die jetzt in den Vorstand drängten seien Leute, die ihr Studium geschmissen oder beruflich erfolglos geblieben seien.“

Zeit für uns, den Fokus...

Weiterlesen ...

Infoabend im Bukowskis Marburg

25.11.17 Infoabend Marburg

Symbole, Codes und Marken der extrem rechten Szene – Antifabi Infoabend.

Am 25.11.17 findet im Bukowskis wieder ein Infoabend der AntifaBI e.V. Marburg zum Thema „Symbole, Codes und Marken der extrem rechten Szene – aufdecken, erkennen und bennen“.
Wir wollen mit euch gemeinsam einen Blick auf Kennzeichen, Codes, Symbole und Marken der extrem rechten Szene werfen. Was hat sich verändert? Worauf wird Bezug genommen? Was davon ist in unserem Alltag zu finden?

Im Bukowski’s gilt wie immer: fremdenfeindliche Einstellungen und Diskriminierungen sind nicht erwünscht. Wer sich darüber definiert, möge sich überlegen, ob sie*er evlt nicht vorbeischaut...

Weiterlesen ...